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Biologische Schafzucht und Schafwolle aus Deutschland

Verliehausen ist ein kleines Bioenergie-Dorf im südlichen Niedersachsen mit rund 380 Einwohnern. Der Ort liegt an den südlichen Ausläufern des Sollings im Tal der Schwülme. Auf einer Höhe von etwa 135 Metern in einem Talgrund, wird Verliehausen von Wiesen, Feldern und Wäldern umgeben. Die überwiegend bewaldeten umgebenden Höhenzüge erreichen im Westen eine Höhe von 300 Metern und ragen im Osten bis auf über 400 Meter hoch auf. Die Nachbarorte von Verliehausen sind Schoningen, Ahlbershausen, Offensen, und Arenborn.

Hier hält die Familie Borgelt seit 20 Jahren das selten gewordene Leineschaf. Mittlerweile leben dort mehr als 60 Mutterschafe dieser besonderen Rasse. Insgesamt 40 ha Land bewirtschaftet die Familie.

Seit 2018 befinden sie sich in der Umstellung zur ökologischen Landwirtschaft.
Im eigenen Hofladen verkaufen sie Produkte vom Schaf, wundervolle Felle und viele andere Produkte aus reiner Schafwolle. Geschoren werden die Tiere im Januar und Februar, wenn sie von der Weide in den Stall kommen. Anschließend wird der wertvolle Rohstoff der Leineschafe in aufwendigen Schritten weiterverarbeitet. Dann werden aus der Wolle am Spinnrad Fäden gesponnen. Schließlich entstehen daraus kuschelige Pullover, Jacken, Westen, Socken, Einlegesohlen, Mützen, Handschuhe und vieles andere mehr von Schaf und Lamm.

Auf Youtube gibt es einen kleinen Film (dieser Link öffnet eine neue Seite, youtube.com):
Zu Besuch bei der Schafzucht Borgelt in Verliehausen

Kaufen kann man im Hofladen:

Schafzucht Verliehausen
Familie Borgelt
Offenser Straße 8
37170 Uslar-Verliehausen

 

Quellen:
https://verliehausen.de/dorf/
https://www.lotta-karotta.de/regionale-erzeuger/steckbrief-borgelt.html
Foto: Screenshot aus dem Film “Zu Besuch bei der Schafzucht Borgelt in Verliehausen” auf youtube.com

 

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Ökologisch leben und handeln

 

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreibt das zentrale Informationsportal www.oekolandbau.de. Dies ist das umfangreichste deutschsprachige Online-Informationsangebot zum ökologischen Landbau. Es bietet ein breit gefächertes Informationsangebot, zugeschnitten auf die verschiedenen Zielgruppen entlang der ökologischen Wertschöpfungskette.

Neben tagesaktuellen Nachrichten aus der Bio-Branche gibt es für Interessierte aus Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Handel sowie Außer-Haus-Verpflegung einen großen Fundus an Fachinformationen. Aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Lehrerinnen und Lehrer finden hier viel Lesens- und Wissenswertes.

>>>>>  https://www.oekolandbau.de/

 

 

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SLOW FOOD

bewusst, gesund, lecker..

Die Organisation wurde im Juli 1986 von Carlo Petrini aus dem piemontesischen Bra und seinen Freunden des Barolo auf Schloss Fontanafredda mitten in den Weinbergen des Barolo als „Arcigola“ gegründet. Zusätzlichen Anschub erhielt die Bewegung durch die Eröffnung einer Burger-Filiale 1986 auf der von antiken und barocken Gebäuden umgebenen Piazza Navona in Rom. Daraufhin organisierten neben Petrini vor allem Redakteure der Tageszeitung Il Manifesto ein öffentliches Protestessen mit traditionellen italienischen Speisen an der Spanischen Treppe in Rom. Am 9. Dezember 1989 wurde aus Arcigola bei einem Treffen von Anhängern aus aller Welt in der Komischen Oper von Paris Slow Food. Seither ist Slow Food eine internationale Vereinigung mit mehr als 100.000 Mitgliedern

In einer programmatischen Erklärung werden die Ziele der Bewegung erläutert:

    • Der Genuss steht im Mittelpunkt, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat.
    • Qualität braucht Zeit.
    • Die ökologische, regionale, sinnliche und ästhetische Qualität ist Voraussetzung für Genuss.
    • Geschmack ist keine Geschmackssache, sondern eine historische, kulturelle, individuelle, soziale und ökonomische Dimension, über die durchaus gestritten werden soll.

Darüber hinaus versteht sich der Verein als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau, für den Erhalt der Biodiversität und der kulinarischen Kulturen.

In Deutschland wurde 1992 ein nationaler Verein gegründet. Slow Food Deutschland e.V. hat inzwischen über 13.500 Mitglieder in rund 85 lokalen Gruppen, den Convivien. Der Verein ist Träger der Demonstration „Wir haben es satt!“. Seit 2011 steht Ursula Hudson dem Verein vor. Burchard Bösche beschreibt in seinem Buch die Gründung von Slow Food 1996 in Hamburg.

Slow Food Youth Network, die Jugendbewegung von Slow Food, ist ebenfalls in Deutschland aktiv. Junge Köche, Bauern, Künstler, Lebensmittelhandwerker, Studierende und Interessierte für die Ziele von Slow Food ein – durch Schnippeldiskos, Eat-Ins, Kochaktionen, Workshops und vieles mehr.

Die Ziele der Bewegung umfassen auf internationaler Ebene vor allem den Erhalt der biologischen und kulturellen Vielfalt im Lebensmittelbereich, die Förderung einer handwerklichen und umweltfreundlichen Lebensmittelerzeugung, die Förderung der Geschmacks- und Lebensmittelbildung und die Unterstützung des direkten Kontakts und der Solidarität von Produzenten, Verbrauchern (Coproduzenten), Händlern, Köchen, Wissenschaftlern und anderen Akteuren der Lebensmittelwelt. Ein wichtiges Projekt ist die Slow Food Arche des Geschmacks, ein internationales Projekt zur Bewahrung regionaler Nahrungsspezialitäten sowie Projekte zur Erhaltung regionaler Obst-, Gemüse-, Getreidesorten- und Nutztiervielfalt. Es geht ihr aber auch um den Erhalt, die Wiederbelebung und Umsetzung traditioneller Weiterverarbeitungsmethoden.

Inzwischen engagieren sich über 100.000 Mitglieder in tausenden von Projekten in über 160 Ländern für den respektvollen Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln und deren bewussten Genuss. website: slowfood.com